Projektlaufzeit: 15.01.2013 – 27.06.2013

Menschen mit Alphabetisierungsbedarf haben in ihrer Heimat oft keine Schule besucht, haben also auch in ihrer Muttersprache nie Lesen und Schreiben gelernt. Die Gründe dafür sind unter anderem Kriege und Unruhen, ebenso wie Kinderarbeit und gesellschaftliche Traditionen. Vor allem Mädchen werden in vielen Ländern oft nicht zur Schule geschickt.

Als Menschen ohne dauerhaftes Bleiberecht haben sie keinen Anspruch auf Teilnahme an einem (Alphabetisierungs-) Integrationskurs, aber erst die Beherrschung der Schriftsprache und das Vorhandensein grundlegender Sprachkenntnisse ermöglichen eine echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Bedeutsam ist der Erwerb dieser Kompetenzen aber nicht nur für die Teilnehmer selbst, sondern auch für deren Kinder. Indem die Eltern Zugang zur Schriftsprache erhalten, sind ihnen erheblich mehr Möglichkeit gegeben, die eigenen Kinder zu fördern.


Das  Projekt wird für 12 Teilnehmende über einen Zeitraum von 5 Monaten in wöchentlich drei mal vier Stunden angeboten, und mit einem Abschlusstest beendet.


Hier werden die im Kurs (von einem durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zertifizierten Dozenten vermittelt) Kenntnisse nachgewiesen. Diese sind u.a.:

Einzelwörter erkennen und sie erlesen, z.B. Schilder lesen für die Orientierung im Alltag („Post“ u.a.m.), die eigenen Schreibfertigkeiten verbessern z.B. durch kreative Schreibanlässe oder durch das Schreiben von ‚offiziellen’ Notizen (nicht mehr nur den Einkaufszettel, sondern z.B. eine Nachricht an eine Nachbarin) und - zunächst - durch Rollenspiele und Dialogübungen alltagsrelevante und an bekannten Situationen orientierte sprachliche Grundmuster (Einkaufen, Arzt, Behörde) erlernen.




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